Reisemedizin

Anerkannte Gelbfieberimpfstelle

Gelbfieber ist eine akut lebensbedrohende Infektionskrankheit, welche bei ungünstigem Verlauf tödlich endet. Übertragen wird sie durch tag- und nachtaktive Mücken. Erreger ist das Gelbfiebervirus. Es kommt in bestimmten tropischen Regionen in Südamerika und Afrika vor, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Gelbfieberverbreitungszonen deklariert wurden. Zu Ihrem persönlichen Schutz ist es bei Reisen in diese Gebiete notwendig, sich spätestens 10 Tage vor Einreise gegen Gelbfieber impfen zu lassen.
Daneben verlangen viele Länder die Vorlage einer international gültigen Bescheinigung (Impfpass) über eine Gelbfieberimpfung, wenn Sie aus einem der Länder mit Gelbfieberinfektionsgebieten einreisen wollen. Diese Impfungen sollen eine Ausbreitung des Gelbfiebervirus auf bisher nicht betroffene Gebiete (z. B. Asien) verhindern.

Für weitere Informationen verweisen wir auf das Informationsblatt des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland.
www.auswaertiges-amt.de

Es wäre schön, wenn sie das Informationsblatt ausdrucken und bereits ausgefüllt zur Gelbfieberimpfung in unserer Praxis mitbringen könnten.

Aktuelle Meldungen

14.08.2017

Uganda: Masern-Update

Masern-Ausbrüche kursieren nach Angaben der Gesundheitsbehörden derzeit in Kampala und Wakiso. 67 Krankheitsfälle, hauptsächlich bei Kindern unter einem Jahr, sind registriert.

Masern

Masern sind keineswegs harmlos. Bei etwa fünf bis zehn Prozent der Erkrankten entwickelt sich eine Mittelohrentzündung, die zu Hörstörungen führen kann. Auslöser sind Bakterien, die den durch Masern geschwächten Körper leichter befallen können. Etwa sechs Prozent der Masernkranken erkranken an einer Lungenentzündung. Sie wird entweder durch das Masernvirus ausgelöst oder ist Folge einer aufgepfropften Infektion mit Bakterien. Noch gefürchteter ist eine Hirnentzündung (Masern-Enzephalitis). Ihre Häufigkeit beträgt nur 1:1000, aber 15 Prozent der Erkrankten sterben daran. Weitere 25 Prozent erleiden einen bleibenden Schaden. In sehr seltenen Fällen kommt es zu einer dauerhaften Maserninfektion und Verkalkung des gesamten Gehirns. Diese Komplikation führt nach einem jahrelangen Siechtum immer zum Tod.
Ärzte raten deshalb zur Impfung. Diese ist bei Auslandsaufenthalten allgemein zu empfehlen, insbesondere Kinder sollten geimpft sein. Vorbildlich sind in dieser Hinsicht die USA. Hier sind die Masern fast ausgerottet. Es gibt nur noch wenige Erkrankungen, die aus dem Ausland eingeschleppt werden. Wenn die Kinder in allen Ländern geimpft würden, gäbe es die Masern bald nicht mehr. Das Virus befällt nämlich nur den Menschen.
Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt die MMR-Impfung (Mumps-Masern-Röteln) für alle Kinder und Jugendlichen, ferner für alle Personen, die beruflich Kontakte mit Kindern (und/oder Kranken) haben. Eine Impfung dient nicht nur dem eigenen Schutz, sondern ist auch ein Gebot der sozialen Verantwortung: Wer nicht erkranken kann (weil geimpft), kann die Krankheit auch nicht weiterverbreiten.

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